Die heutige Zeit wird sehr von den äußerlichen Merkmalen eines Menschen bestimmt. Besonders viele Jugendliche sind entsprechend verunsichert und wissen nicht wirklich, wie sie damit umgehen sollen. Das Bodybuilding spielt in diesem Zusammenhang eine sehr wichtige Rolle. Schließlich gilt es unter den meisten Jungs als Schönheitsideal, einen wohlgeformten und muskulösen Körper zu haben. Ab wann können Jugendliche aber mit dem Krafttraining beginnen? Und ist es wirklich so unbedenklich, wie alle sagen?

Generell gilt: Eltern sollten immer ein Auge auf den Nachwuchs haben.

Übergewicht vs. übertriebener Ehrgeiz

Übergewichtige Kinder sind heute leider keine Seltenheit mehr. Noch vor ein paar Jahren gab es in den Schulklassen nur ein oder zwei Kinder, die vielleicht ein wenig mehr auf den Rippen hatten, als ihre Klassenkameraden. Heute sieht es leider ganz anders aus. Kinder bewegen sich heute einfach viel zu wenig und verbringen ihre Freizeit meist vor dem Fernseher oder Computer. Auch in der Schule findet nicht immer der Sportunterricht so statt, wie es eigentlich sein sollte. So ist es wichtig, dem Nachwuchs Anreize zu geben, damit sie sich bewegen. Hierzu kann das Krafttraining hervorragend genutzt werden, denn nicht nur die Kraft, sondern auch die Koordination kann trainiert werden. Also kann es durchaus von Vorteil sein, wenn bereits junge Kinder mit einem speziell für sie zugeschnittenen Krafttraining beginnen. So kann unter anderem auch der gesamte Bewegungsapparat gefördert werden.

Es gilt hier jedoch zu unterscheiden, dass Kinder trainieren, um in der Gesundheit und Entwicklung gefördert zu werden und nicht um Kraftpakete zu werden. Der natürliche Bewegungsdrang der Kinder kann auf diese Weise genutzt werden, um spätere Defizite bereits jetzt schon ausschließen zu können.

Unterschiede zum Erwachsenentraining

Das Training für Kinder darf niemals mit dem der Erwachsenen verglichen oder synchronisiert werden. Erwachsene trainieren, um gezielte Muskeln aufzubauen. Natürlich sollen auch Kinder Muskeln aufbauen, aber bitte nicht in dem Maß wie die Großen. In der Pubertät ist die Muskulatur der Jugendlichen sehr sensibel. Aus diesem Grund sollte auch auf ein Hanteltraining verzichtet werden. Besser ist es auf Übungen zu setzen, bei denen die Kinder und Jugendlichen nicht nur ihr eigenes Körpergewicht spüren, sondern auch bewegen müssen. Sind Jugendliche ausgewachsen, kann das Training auch in ein Fitnessstudio verlegt werden. Sehr gute Übungen für ein gezieltes Krafttraining bei Kindern und Jugendlichen sind unter anderem Klettern, Werfen oder auch Springen.

Welche Gefahren birgt das Bodybuilding für Kinder und Teenager?

Das Bodybuilding hat auch für Erwachsene seine Gefahren und diese lassen sich auch auf die Kinder und Teenager projizieren. Es kann unter anderem zu Schädigungen des Knochenskeletts oder des Bandapparats kommen. Die Biege- und Druckbelastungen können bei Kindern und Jugendlichen zu schweren Verletzungen führen, da die Verknöcherung des Skelettsystems erst zwischen dem 17. und 21. Lebensjahr abgeschlossen ist.

Im Vorschulalter ist ein Krafttraining noch völlig tabu. Hier sollte vielmehr der natürliche Bewegungsdrang genutzt werden, um beispielsweise spielerisch an die Sache heranzugehen. Hindernisparcours und leichte sportliche Aktivitäten sind immer eine sehr gute Idee und machen den meisten Kindern auch eine Menge Spaß. Ab dem 8. Lebensjahr kann dann damit begonnen werden, den Stütz- und Halteapparat mittels des Krafttrainings zu stabilisieren.

Die Pubertät setzt dann mit dem 10. oder 12. Lebensalter ein und ab diesem Zeitpunkt sollte die Bauch-, Bein- und Rückenmuskulatur gestärkt werden. Aber auch hier sollte auf Zusatzgewichte verzichtet werden. Besser ist es, die Kinder lernen, ihren eigenen Körper zu spüren. Mit zunehmendem Altern kann das Training dann entsprechend angepasst und auch erweitert werden.

Titelbild © GekaSkr – Panthermedia.net

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