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Ernährung: Diät: Atkins-Diät
Die Atkins Diät wurde erstmals 1970 durch das Buch "Dr. Atkins Diät-Revolution" bekannt. Millionen Amerikaner waren von dieser neuen kohlenhydratarmen Diät begeistert. Es folgte eine Vielzahl von 'low carb'-Produkten, d.h. Nahrungsmittel mit sehr geringem Kohlenhydratanteil.
Die ersten zwei Wochen der Atkins Diät werden dir "Induktionsphase" genannt. Während dieser Zeit dürfen nicht mehr als 20 g Kohlenhydrate pro Tag zugeführt werden. Eiweiß und Fett darf jedoch in unbegrenzten Mengen konsumiert werden. Folglich basiert die Ernährung auf Fleisch, Fisch und kohlenhydratarmen Milchprodukten sowie Speisefetten. Weder Weizenprodukte noch Obst, Gemüse, Süßigkeiten, Milch oder zuckerhaltige Getränke sind erlaubt.
In der Folgezeit dürfen der täglichen Kohlenhydratmenge pro Woche etwa fünf Gramm hinzugefügt werden. Im Allgemeinen dürfen in der "Erhaltungsphase" über einen längeren Zeitraum nicht mehr als 40-90 g Kohlenhydrate täglich aufgenommen werden. Doch selbst das ist gegenüber Expertenempfehlungen eine ungenügende Menge.
Die Atkins Diät führt zu einem starken Gewichtsverlust in kurzer Zeit - etwa acht kg pro Monat. Allerdings ist dieser größtenteils auf eine starke Entwässerung zurückzuführen.
Entsprechend vielzahling sind die Nebenwirkungen. Durch die ernährungsbedingt entstehenden Abbauprodukte werden die unter anderem Nieren belastet sowie die Blutfettwerte erhöht. Weiterhin besteht ein stark erhöhtes Risiko für das Auftreten von Gicht. Außerdem ist es fraglich, ob die Atkins Diät zu einer langzeitigen Gewichtsreduktion führt. Wissenschaftlich lässt sich dies nicht belegen.
Wie eine Studie des "New England Journal of Medicine" gezeigt hat, führt diese Diät kurzzeitig zu einer höheren Gewichtsabnahme als andere Diätformen. Nach einem Jahr allerdings zeigte sich dieser Unterschied nicht mehr.
Wegen der erheblichen Gesundheitsbelastung und fehlenden wissenschaftlichen Fakten wird die Atkins-Diät von Ärzten dringend abgeraten.
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